Zum Zyklus Maria M

Der Titel "Maria M" geht von einem Namen aus, der eine zentrale Rolle in unserer Kultur innehat.

Die Frau schlechthin als Göttin und Unberührbare, als Gebärende und fruchtbare Mutter, als Frau neben Gott, als Heilige, Leidende und vielfach als Beschützerin...

Ich stelle damit eine überhöhte weibliche Position in Kultur und Religion, in sozialen Verbänden, in Familien, wie in offenen Gesellschaften auf eine Bildbühne. Auf dieser Bühne bekleide ich die Frau als weibliche Form in diversen Szenarien - zugleich werden diese Frauenmodelle Ihrer gewohnten Umfelder entkleidet, ihre Uniformen werden dechiffriert, bestehende Bedeutungen werden aus ihren sozialen Bezügen herausgenommen.

Was übrigbleibt kann neu hinterfragt werden, steht als ästhetisches Angebot zur Disposition.

Die Bildbühne erlaubt Gedankensprünge, Vergleiche und Gegenüberstellungen mit anderen Kulturformen. In den letzten Jahren haben mich meine Reisen in Syrien, Polen und Nigeria immer wieder auf Eigenheiten im gewohnten Umfeld hingewiesen. Dadurch angeregt, kamen Bildelemente aus diesen mehr oder weniger "fremden" Ländern in meine Bildwelten.

Magdalena Frey